Ein Abend des Erinnerns im Kloster-Hospiz

Am Freitag, den 8. November, fand in der Klosterkirche der Franziskanerinnen der halbjährliche Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Gäste des Kloster-Hospizes statt. Viele Angehörige waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam der Menschen zu gedenken, die im vergangenen halben Jahr im Hospiz ihren letzten Lebensweg gegangen sind.

Gestaltet wurde der Gottesdienst von Hospiz-Seelsorgerin Daniela Kriegisch, die zahlreiche Hospizgäste und ihre Familien bereits während ihrer Zeit im Hospiz begleitet hatte. Unter dem Thema „Kintsugi“ – der japanischen Kunst, Zerbrochenes mit Gold zu reparieren – lud sie dazu ein, in den Bruchstellen des Lebens auch Spuren von Liebe, Erinnerung und Hoffnung zu entdecken. So wie beim Kintsugi die Bruchlinien sichtbar bleiben und gerade dadurch ihre eigene Schönheit entfalten, so bleibe auch die Erinnerung an die Verstorbenen Teil des eigenen Lebens.

Die Atmosphäre in der Klosterkirche war von Nähe und Verbundenheit geprägt. Für jeden Verstorbenen wurde eine Kerze entzündet – ihr warmes Licht erfüllte den Raum und schuf eine Stimmung der Stille und des Gedenkens.

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende des Kloster-Hospizes beteiligten sich in vielfältiger Weise an der Gestaltung des Gottesdienstes und trugen mit ihrem Engagement zu seiner persönlichen und einfühlsamen Atmosphäre bei.

Im Anschluss bot ein gemeinsamer Stehempfang Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch. Angehörige tauschten Erinnerungen aus, kamen miteinander und mit Mitarbeitenden ins Gespräch und fanden Trost im gemeinsamen Austausch.

Der Gedenkgottesdienst machte erneut deutlich, wie wichtig Orte und Momente des Erinnerns und der Gemeinschaft sind – für Angehörige, Mitarbeitende und alle, die den letzten Weg eines Menschen begleiten.

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