Im Gespräch bleiben – Begleitung gemeinsam weiterdenken

Im Januar waren alle Hospiz-Mitarbeitenden aus Haupt- und Ehrenamt eingeladen, sich über die gemeinsame Verantwortung im Hospiz auszutauschen und zu reflektieren. Dies geschah im Rahmen eines sogenannten „World-Cafés“, einer dialogorientierten Methode mit wechselnden Kleingruppen.

Für diesen besonderen Nachmittag waren wir zu Gast in „St.-Josef – Schule für Hörgeschädigte“ in Schwäbisch Gmünd. Die angenehme Atmosphäre und die herzliche Aufnahme vor Ort luden dazu ein, den Austausch offen und vertrauensvoll zu gestalten – und eröffneten zugleich neue Perspektiven auf unsere gemeinsame Arbeit.

An sechs Tischen setzten wir uns mit unserer Verantwortung gegenüber Gästen und ihren Nahestehenden, dem Team, uns selbst und der Organisation auseinander. Dabei ging es bewusst nicht ums Diskutieren oder Werten, sondern darum, dass „alles gesagt werden darf“. So wurde ein großer Reichtum an unterschiedlichen Wahrnehmungen und Sichtweisen sichtbar. Die Station „Was ich schon immer mal sagen wollte…“ lud dazu ein, auch bisher Unausgesprochenes in Worte zu fassen. Alle 15 Minuten wechselten die Kleingruppen die Tische, sodass jede*r die Möglichkeit hatte, sich mit allen Themen zu befassen.

Wir erlebten eine sehr offene und wertschätzende Atmosphäre, in der die Zeit wie im Flug verging. Beim gemeinsamen Zusammenführen der Ergebnisse wurde deutlich, wie engagiert alle beteiligt waren.

Nun liegt eine verantwortungsvolle Aufgabe vor uns: die gesammelten Inhalte zu bündeln und Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen. Wir sind dankbar für diesen gemeinsamen Nachmittag – uns allen viel Mut, Geduld und Veränderungsbereitschaft beim Umsetzen in den Alltag!