Das Kloster-Hospiz zu Gast bei der Ehrenamtswoche auf der Landesgartenschau in Ellwangen
Am 19. September 2026 war das Hospiz- und Palliativnetzwerk Ostalb zum Abschluss der Ehrenamtswoche auf der Landesgartenschau in Ellwangen vertreten. Das Kloster-Hospiz hat sich dieser Einladung gerne angeschlossen und gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Netzwerks über Hospizarbeit, Palliativbegleitung und ehrenamtliches Engagement informiert.
Ein besonderer Blickfang an unserem Stand war eine Königsfigur von Ralf Knoblauch. Die schlichte Holzfigur steht für die Würde jedes Menschen und erwies sich schnell als wunderbarer Anlass für Gespräche. Viele Menschen blieben stehen, betrachteten die Figur und kamen darüber mit uns ins Gespräch. So entwickelten sich immer wieder Gespräche: Besucherinnen und Besucher erzählten von eigenen Erfahrungen, stellten Fragen zur Hospizarbeit oder wollten mehr über die Möglichkeiten der Begleitung erfahren. Die Königsfigur öffnete dabei auf ganz unkomplizierte Weise einen Zugang zu einem Thema, das viele Menschen berührt.
Unser Stand war mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Neben Informationsmaterialien machten auch anschauliche Elemente aus der Aromapflege einen Teil unserer Arbeit erlebbar. So konnten Interessierte unterschiedliche Aspekte der Begleitung kennenlernen und Einblicke in die Vielfalt hospizlicher und palliativer Arbeit gewinnen.
Für das Kloster-Hospiz waren Hospizleiterin Susanne Lutz sowie die beiden Ehrenamtlichen Elfriede Schurr und Maja Wanasek vor Ort. Gemeinsam standen sie für Gespräche zur Verfügung, beantworteten Fragen und kamen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Bei herrlichem Spätsommerwetter bot die Landesgartenschau dafür einen besonderen Rahmen. Zwischen Blumen, Garten und vielfältigen Angeboten ergaben sich zahlreiche Gespräche – manchmal nur für wenige Minuten, manchmal ausführlicher. Gerade diese ungeplanten Begegnungen machten den Tag besonders.
Der Tag bot zugleich Gelegenheit, die Zusammenarbeit im Hospiz- und Palliativnetzwerk Ostalb weiter zu pflegen. Der Austausch mit den anderen Netzwerkpartnern, aber auch die Begegnung mit überregional tätigen Einrichtungen und Anbietern eröffneten neue Kontakte und interessante Gespräche. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wertvoll der direkte Austausch, gegenseitige Unterstützung und der Blick über die eigene Einrichtung hinaus sind. Aus den Gesprächen entstanden neue Ideen und Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit.
Denn Hospizarbeit gehört nicht nur in die Einrichtungen, in denen Menschen begleitet werden. Sie braucht auch ihren Platz mitten in der Gesellschaft. Veranstaltungen wie diese geben Gelegenheit, über Sterben, Abschied, Palliative Begleitung und die Bedeutung menschlicher Zuwendung ins Gespräch zu kommen – offen, ohne Berührungsängste und dort, wo Menschen einander begegnen. Für das Kloster-Hospiz war dieser Tag deshalb eine schöne Gelegenheit, gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativnetzwerk Ostalb sichtbar zu machen, wofür Hospizarbeit steht: für ein würdevolles Leben bis zuletzt und für die Überzeugung, dass jedem Menschen Würde zukommt.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an diesem Tag mit Offenheit, Zeit und Engagement für Gespräche zur Verfügung standen. Besonders danken wir Elfriede Schurr und Maja Wanasek für ihren engagierten ehrenamtlichen Einsatz.
Manchmal braucht es nur eine kleine Königsfigur, um eine Tür zu öffnen – für ein Gespräch, einen Gedanken oder eine Begegnung. Denn Würde ist jedem Menschen gegeben.

